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Das Yosemite Valley liegt je nach genutztem Eingang etwa 170–195 Meilen östlich von San Francisco. Die meisten Fahrer benötigen dafür ohne Stopps etwa vier Stunden. Gebirgsstraßen, saisonale Straßensperrungen und sommerliche Warteschlangen an den Einfahrten verlängern die Zeit regelmäßig auf fünf bis sechs Stunden. Der Park selbst ist täglich von 00:00 bis 23:59 Uhr geöffnet, sodass auch späte Ankömmlinge hineinkommen.
Die Kilometerangabe verbirgt eine seltsame Tatsache: Die letzten dreißig Meilen der Fahrt dauern meist länger als die ersten hundert. Die Autobahngeschwindigkeiten durch das Central Valley weichen zweispurigen Bergstraßen mit Serpentinen, Radfahrern, Bautrupps und Autofahrern, die für ihren ersten Blick auf den Granit abbremsen. Jede ehrliche Betrachtung der Entfernung von San Francisco nach Yosemite mit dem Auto muss zwischen flachen Meilen und Bergmeilen unterscheiden, da sie keine austauschbaren Zeiteinheiten sind.
Womit ein Leser es tatsächlich zu tun hat, ist ein Nationalpark von der Größe von Rhode Island, der durch Einfahrten betreten wird, die auf entgegengesetzten Seiten der Sierra Nevada liegen. Big Oak Flat, Arch Rock und der South Entrance bei Wawona führen zu jeweils unterschiedlichen Anfahrtskorridoren; die Wahl eines Eingangs fügt vor Reisebeginn echte Kilometer hinzu oder zieht sie ab. Das Ziel, das die meisten Menschen meinen, wenn sie von Yosemite sprechen, ist das Yosemite Valley — die sieben Meilen lange Schlucht mit El Capitan, Half Dome, Bridalveil Fall und Yosemite Falls. Dieser Talboden liegt tiefer innerhalb der Parkgrenzen, als die Einfahrtsschilder vermuten lassen. Die Tioga Road, die hoch über den Kamm der Sierra führt, ist nur im Sommer befahrbar und niemals eine Abkürzung von der Bay Area aus. Städte im Vorgebirge wie Groveland, Oakdale und Mariposa markieren den Punkt, ab dem Treibstoff, Kaffee und ein zuverlässiges Mobilfunksignal nicht mehr garantiert sind.
Der praktische Nutzen einer Kilometerzahl besteht darin, zu entscheiden, welche Art von Reise möglich ist. Vier Stunden pro Strecke machen einen Roadtrip von der Bay Area nach Yosemite zu einem langen Einzeltag. Eine Selbstfahrer-Exkursion nach Yosemite wird deutlich angenehmer, sobald eine Übernachtung im Vorgebirge oder innerhalb des Parks geplant ist. Besucher, die eine geführte Tagestour von San Francisco nach Yosemite abwägen, kaufen sich meist die Fahrzeit zurück, statt nur Kilometer zu sparen – jemand anderes übernimmt die Serpentinen, die Parkplatzsuche und die Rückfahrt nach Sonnenuntergang. Der Eintritt in den Park kostet 35 USD pro Privatfahrzeug, ein Betrag, der die Kalkulation für Alleinreisende verändert und bei einem voll besetzten Auto kaum ins Gewicht fällt. Jeder, der eine Entfernungsangabe von San Francisco nach Yosemite liest, sollte sie als Untergrenze und nicht als Prognose betrachten und den Tag von dort aus planen.